Eine Recherche in Südostasien über das Handwerk mit Palmblättern und nachhaltige Materialien.
In Singapur fällt auf, dass vielerorts trockene Palmblätter der Kokospalme in der Landschaft liegen, die als Abfall betrachtet werden. Von dort begann die ethnographische und experimentelle Recherche in Südostasien, um herauszufinden, wie Palmblätter in unterschiedlichen Kulturen eingesetzt werden.
Der erste Ort meiner Recherche war die Region um Bandung in Indonesien, wo kommerziell Kokospalmblätter in z.B. Hüte und Matten verarbeitet werden. Hier werden die einzelnen Palmblätter von den Bäumen geschnitten und die Palmfiedern (die einzelnen Stränge am Blatt) in das flexible Blattgewebe und die harte Mittelrippe unterteilt. Das Blattgewebe wird leicht bis vollkommen getrocknet und schließlich geflochten. Die harte Mittelrippe wird für z.B. robuste Besen und Körbe verwendet.
In der lokalen Produktentwicklung wird noch sehr viel Wert auf die lokalen Handwerke gelegt, aber die Ansprüche an die Nachhaltigkeit des Materials Palme müssen vielerorts hinterfragt werden.
Ich führte Interviews mit verschiedenen Handwerkerinnen, die das flexible Material gebrauchen und bekam zu sehen, wie zwar die Ressource noch zugänglich ist, aber auch dort das traditionsreiche Handwerk nicht mehr ausreichend Gewinn für den Unterhalt bringt.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein optimales Nutzungserlebnis zu bieten. Wenn Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.